SCHUBERT, Franz 1797 – 1828 | Todesmusik 1821 D 758 Opus 108/2

SCHUBERT, Franz 1797 – 1828 | 
Todesmusik 1821

€ 30.000 – 50.000

Musikmanuskript. Eigenhändige erste Niederschrift
links oben bezeichnet: langsam, feierlich
mittig: Todesmusik von Schober
rechts oben datiert, signiert: Sept. 1821 Frz. Schubertmpia
Seitlich links oben bezeichnet: Singst P. T.
Querformat, 22,8 x 31,7cm 14 zeilig, 12 autographe Zeilen
6,5 Seiten Autograph

Gedicht von Franz Schober 1796 – 1882

In des Todes Feierstunde
Senke, heilige Kamöne,
Noch einmal die stillen Lieder,
Noch einmal die süßen Töne
Auf die tiefe Abschiedswunde
Meines Busens heilend nieder,
Hebe aus den ird'schen Ringen
Die bedrängte reine Seele,
Trage sie auf deinen Schwingen:
Daß sie sich dem Licht vermähle.

O da werden mich die Klänge
Traut und wonnevoll umwehen,
Und die Ketten, die ich sprenge,
Werden still und leicht vergehen.
Alles Große werd' ich sehen,
Das im Leben mich beglückte,
Alles Schöne, das mir blühte,
Wird verherrlicht vor mir stehen.
Jeden Stern, der mir erglühte,
Der mit freundlichem Gefunkel
Durch das hoffnungslose Dunkel
Meines kurzen Weges blickte,
Jede Blume, die ihn schmückte,
Werden mir die Töne bringen;
Und die schrecklichen Minuten,
Wo ich schmerzlich könnte bluten,
Werden mich mit Lust umklingen;
Und Verklärung werd' ich sehen
Ausgegossen über allen Dingen.
So im Wonne werd' ich untergehen,
Süß verschlungen von der Freude Fluthen.